Gesundheitsmagazin
Auf einen Blick
Fitnessarmbänder

Fitnessarmbänder — kein verlässlicher Begleiter

Sport ist gesund und wer mit Fitnessarmbändern sein persönliches Leistungsvermögen verbessern möchte, macht theoretisch alles richtig. Aber Vorsicht: Nicht immer entsprechen die gemessenen Resultate auch der Realität. Informationen rund um den menschlichen Körper und die Gesundheit — erklärt von Prof. Dr. Curt Diehm.

 

Fitnessarmbänder liegen voll im Trend – entweder als Einzel-Gadget oder als Funktion einer modernen Smartwatch. Sie motivieren zu mehr Bewegung und erreichen schon allein dadurch ein wichtiges Ziel. Hobby-Sportler können außerdem sofort ablesen, wie viele Kalorien sie bereits verbrannt haben – das motiviert zusätzlich. Allerdings haben sie auch einen entscheidenden Nachteil.

Wie ein Fitnessarmband funktioniert

    Ein Fitnessarmband wird – wie der Name schon sagt – am Arm, genauer gesagt am Handgelenk getragen. In der Regel besitzt es einen Beschleunigungssensor, manchmal auch ein GPS-Ortungsmodul sowie optische Sensoren, die die Durchblutung des Gewebes lokal messen. Damit erfüllt es gleich mehrere Funktionen: es zählt Schritte, misst die gelaufenen Kilometer und die Herzfrequenz.

    Ungenaue Resultate bei der Herzfrequenzmessung

    In einer aktuellen Studie haben Mediziner aus Ohio die Genauigkeit von Fitnessarmbändern und Pulsuhren etwas genauer unter die Lupe genommen. Als Vergleich diente ein konventionelles sowie ein Belastungs-EKG. Gemessen wurde in Ruhe sowie auf dem Laufband.

    Während die Fitnessarmbänder im Ruhezustand noch gute Ergebnisse zeigten, wurden die Messwerte unter Belastung zusehends unzuverlässig. Statistisch besehen war jede fünfte Messung sehr ungenau. Der Grund liegt in der Art und Weise, wie Fitnessarmbänder die Herzfrequenz messen: Allein durch ihre optischen Sensoren, die die Gewerbedurchblutung an einer einzigen, kleinen Stelle erfassen. Vor allem bei höheren Pulsfrequenzen reicht das nicht aus.
     

    Dieser Artikel erscheint auch in der Kolumne „Gesund mit Diehm“ auf www.netzatlethen.de, die Prof. Dr. Curt Diehm wöchentlich schreibt.

     

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